Das kleine Einmaleins der Datenrettung - Bootprobleme

27.Oktober 2008

Wer eine Datenverlust erlitten hat, kann mit etwas Wissen und Geschick auch selbst versuchen, seine Daten wiederherzustellen. Es muss nicht gleich ein teurer Datenrettungsdienst sein, wenn man auch selbst Hand anlegen kann.

Ein klassisches Problem, das zu Datenverlusten führt, sind Bootprobleme des Computers. Um hier Abhilfe zu schaffen, muss man zuerst herausfinden, warum der Computer nicht mehr bootet. Dazu muss eine Diagnose erstellt werden, die alle vorhandenen und zu ermittelnden Informationen verwertet. So ist es zum Beispiel ein Hinweis auf einen Hardwarefehler der Festplatte, wenn diese im Betrieb ungewöhnliche Geräusche produziert. In diesem Fall sollte man, wenn man auf die Daten wirklich Wert legt, die Platte sofort außer Betrieb nehmen und dann doch einem Datenrettungsservice anvertrauen. Nur dann ist die Chance hoch, dass die Daten noch einmal gelesen werden können. Geht es allein darum, das System wieder funktionsfähig zu machen und die Daten auf der Platte sind ersetzbar. Sofern man die Möglichkeit hat, sollte man die defekte Festplatte ausbauen und in einen anderen Rechner einsetzen, und zwar so konfiguriert, dass sie nicht das Betriebssystem zur Verfügung stellt. Mit dem anderen Rechner und einer neuen Platte kann man nunmehr versuchen auf diesen Datenträger zuzugreifen und dort noch zu retten, was zu retten ist.

Kann das BIOS die Festplatte nicht mehr erkennen, können zwei Ursachen der Grund dafür sein, da möglicherweise auch der Computer beziehungsweise das BIOS einen Defekt haben könnte. Daher sollte man die Festplatte auf Defekte prüfen. Eine Platte, die ordnungsgemäß anläuft, sendet leichte Vibrationen aus. Fehlen diese, könnte die Stromversorgung unterbrochen sein oder die Festplatte hat einen erheblichen Schaden. Im zweiten Fall ist dann wiederum nur einen Datenrettungsfirma der richtige Weg, um die Daten wieder zu bekommen.

Läuft die Festplatte wie vorgesehen, wird wahrscheinlich ein Fehler im BIOS vorliegen. Diese sollte man nun aufrufen und die Optionen für die Festplatten anschauen. Normalerweise sollte man hier eine Status „Autodetekt” für jede Festplatte einstellen können. Diese neuen Option speichert man nun ab um dann nochmals zu testen, ob die Festplatte jetzt beim Booten erkannt wird. Gelingt dies nicht, ist ein erneuter Aufruf des BIOS erforderlich, um alle Werte auf ihren Ursprung zu setzten. Jetzt sollte jede funktionierende Festplatte erkannt werden. Ist dies immer noch nicht der Fall, liegt wohl doch ein elektronischer Fehler der Platte vor. Sind die Daten wichtig, kann auch hier nur eine Datenrettungsfirma helfen. Andernfalls bleibt, die Festplatte auszutauschen.

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