Datenrettung ist Profisache

22.Oktober 2008

Es kann manchmal ganz schnell gehen und weg sind sie, alle wichtigen Daten auf der Festplatte sind futsch. In machen Fällen lässt sich der Schaden noch mit Bordmitteln beheben, aber bei ernsteren Schäden sollte man von eigenen Rettungsversuchen besser Abstand nehmen. Hier sind Profis gefragt, ganz besonders, wenn es sich um wichtige Firmendaten handelt.

Selbst wenn man ansonsten mit seine Daten sorgfältig umgeht, kann der Totalverlust schneller eintreten als man glaubt. So kann ein Bürobrand in Kürze die gesamte EDV vernichten. Selbst wer an regelmäßige Datensicherung gedacht hat steht jetzt im Regen oder vielmehr im Löschwasser, wenn die Sicherheitskopie sich ebenfalls in den Räumen befand, die ausgebrannt sind. Es ist schon ärgerlich, wenn man durch einen Crash seine privaten Daten, etwa Urlaubsfotos oder die Musiksammlung verliert. Sind aber Firmendaten vernichtet, kann dies ernste finanzielle Folgen haben oder sogar das Aus für das Unternehmen bedeuten. Daher sollte man, sofern von den Geräten noch etwas übrig geblieben ist, einen professionellen Datenretter beauftragen, der versuchen wird, zu retten, was noch zu retten ist.

Ein Brand oder eine Wasserrohrbruch kommen ja nun nicht so häufig vor, die meisten Daten werden von defekter Hardware gekillt. Das Unglück kann schon geschehen, falls jemandem das Notebook aus der Hand fällt oder, was gar nicht so selten vorkommt, ein grober Bedienungsfehler vorliegt.

Der Datenretter analysiert zuerst, um welche Art Schaden es sich handelt. So genannte logische Schäden zeichnen sich dadurch aus, dass sie durch ungewolltes Formatieren oder durch Virenbefall verursacht wurden. Dies ist eine Konstellation, in der man mit geeigneter Software noch einen eigenen Rettungsversuch unternehmen kann, jedoch nur dann, wenn man sich mit der Materie auch auskennt. Die Rettung muss unmittelbar auf den Schaden folgen, ansonsten verschlechtern sich die Chancen auf Wiederherstellung erheblich.

Dem professionellen Datenretter beschreibt man vorzugsweise so genau wie möglich, wie der Schaden entstanden ist. Das hilft bei der Analyse, ebenso eine Information, wie die Festplatte formatiert und aufgeteilt ist und welches Dateisystem verwendet wurde. Hat man schon eigene Rettungsversuche unternommen, muss dies der Profi ebenfalls wissen.

Der Datenretter macht von der Festplatte erst einmal eine Kopie, mit der er dann arbeitet. Danach erfolgt die Analyse nebst der Prognose, wie wahrscheinlich ein Rettung ist und was es den Kunden kosten wird.

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